Auszug aus dem Buch "Die Welt der Gerüche" von Prof. Dr. Frank Rosell

 

Hunde haben einen sehr gut ausgeprägten Geruchssinn und stehen seit vielen Tausend Jahren in unseren Diensten. Die Hundenase ist einhundert bis eine Million Mal empfindlicher als die Menschennase. Das Riechhirn des Hundes ist fast sieben Mal größer und dieser fantastische Geruchssinn ist es, der zu vielen verschiedenen Arbeitsaufgaben im Dienste der Menschen geführt hat.

Vergleich des Geruchssinn von Hund und Mensch:

  • 33 % des Hundegehirns verarbeiten Gerüche, beim Mensch sind es dagegen nur 5 %
  • Hunde haben insgesamt 1094 Riechrezeptorgane, Menschen 802
  • Hunde besitzen eine Riechschleimhaut von 67 - 200 cm², Menschen nur 3 - 10 cm²
  • Hunde können bis zu 125 - 300 Millionen Riechzellen haben, Menschen besitzen 5 Millionen Riechzellen
  • Hunde besitzen 100 - 150 Riechhaare pro Riechzelle, Menschen dagegen nur 6 - 8
  • Hunde können noch so niedrige Konzentrationen eines Stoffes riechen wie ein Teil einer Trillionen (= 1 von 1.000.000.000.000.000.000). Für den Menschen ist die niedrigste Konzentration eins von einer Milliarde (= 1 von 1.000.000.000)

Hunde schützen uns vor Kriminellen, Schmugglern und Terroristen. Andere suchen vermisste Menschen, helfen bei der Jagd oder entdecken Krebserkrankungen im Frühstadium.

Aber wussten Sie schon, dass die Nasenleistung von Hunden auch für so außergewöhnliche Aufgaben wie das Auffinden von Leckstellen in Gasleitungen, von Pilzbefall in Gebäuden, von Bettwanzen oder Borkenkäfern, das Erkennen des Brunftzeitpunktes bei Kühen oder für das Erschnüffeln von Walexkrementen im Dienste des Artenschutzes eingesetzt werden kann?